Die französische Provinz von Akadien, heute bekannt als Nova Scotia und Umgebung in Kanada, wurde im 17. Jahrhundert von französischen Auswanderern besiedelt. Bald nahmen die Engländer das Land in Besitz. Um 1755, als der Krieg zwischen England und Frankreich ausbrach, verlangten die Engländer den Verzicht auf den römisch-katholischen Glauben der Akadier und deren Loyalität zur englischen Krone. Die französischen Akadier wurden von den Engländern vertrieben und mit Schiffen nach Westindien, zurück in ihre Heimat Frankreich oder nach Louisiana deportiert. Sie siedelten sich mit kleinen Farmen entlang des Mississippi, Bayou Teche, Bayou Lafourche und anderen Strömen im südlichen Teil der Region an.

Die Cajun (A-ca-jan) beschäftigten sich als Farmer, Fischer und Trapper. Das Gedicht über "Evangéline - a Tale of Acadie" beschreibt die Deportation der Cajun aus Kanada. Evangéline und ihr Geliebter Gabriel Lajeunesse werden auseinandergerissen und sie wird nach Louisiana gebracht. Sie bleibt ihm zehn Jahre lang treu und muss dann feststellen, dass er längst eine andere geheiratet hat. Evangéline stirbt an gebrochenem Herzen im Schatten einer seither nach ihr benannten Eiche. Das Los von Evangéline ist ein Symbol für das Schicksal der Akadier geworden. Eine Statue von ihr steht bei der Kirche in St. Martinsville, Louisiana.